Peggy Götting rockt den Asphalt in Frankfurt

 

MTV Müden Läuferin meistert Marathon souverän

 

Am letzten Oktoberwochenende zog es Müdens Ausnahmeläuferin, Peggy Götting, zur Krönung ihres unglaublich starken Laufjahres aus dem beschaulichen Heideort in die Wirtschaftsmetropole Frankfurt, um dort die Königsdisziplin aller Laufwettbewerbe, den 42,195 km langen Marathon zu absolvieren. Götting, die ihr Lauftalent erst kürzlich beim Berlin Marathon, sowie dem Bremer und Harzer Halbmarathon unter Beweis stellte und zu den besten Halbmarathonläuferinnen des Landes gehört, hatte sich intensiv auf die Herausforderung in der hessischen Messestadt vorbereitet und ganz bescheiden nur wenige Vereinskollegen in ihr Vorhaben eingeweiht.

 

Am frühen Morgen ging es bei kühlen 5°C, kaltem Wind und mit weiteren 27.000               laufbegeisterten Menschen aus 103 Nationen auf den ältesten Stadtlauf Deutschlands.

 

Die selbstbewusste disziplinierte Sportlerin hatte sich die 03:30 Std. Marke als Ziel gesetzt und fand nach dem Start schnell ihr gewohnt gleichmäßiges Lauftempo, sodass sie vorbei an Wolkenkratzerskyline und Kleingartenidylle nach der Hälfte der Strecke das Gefühl hatte, ihre angepeilte Finisherzeit zu erreichen. Dieses sichere und zuversichtliche Gefühl, die einmalige Stimmung unter den Läufern, die gute Versorgung auf der Strecke beflügelte sie und auch die ersten Anzeichen von Ermüdung in den Beinen ab km 35 konnten ihren gleichmäßigen Lauf nicht stoppen. Der Gedanke an den roten Teppich beim Zieleinlauf in der Frankfurter Messehalle, ein Isogetränk und eine Cola mobilisierten die notwendigen Kraftreserven auf den letzten Kilometern. Mit einer fantastischen Zeit von 03:22:39 Std. und dem 36.Platz in der AK W35 passierte sie strahlend die Ziellinie und konnte ihr Ergebnis vom Berlin Marathon, sechs Wochen zuvor, nochmals um unglaubliche 15 min verbessern. „Ich bin überglücklich“ schrieb sie den erstaunten nichtsahnenden Vereinskollegen über die sozialen Medien. Trainer Andreas Ull, einer der wenigen eingeweihten des Vorhabens Frankfurt Marathon, war sichtlich stolz aber auch etwas besorgt, aufgrund der Wettkampfdichte der vergangenen Wochen. Er verordnet seinen Schützlingen, nun erstmal eine verdiente Winterpause zur Erholung, um Kraft zu tanken und neue Pläne für das folgende Laufjahr zu schmieden.

 

 

Text: Rita Euhus

 

Fotos: privat

Goldener Oktober für den MTV 

 

Einige Läufer des MTV Müden/Ö starteten kurz vor Saisonende noch einmal richtig durch.

Im goldenen Oktober, der seinem Namen aus klimatischer und sportlicher Sicht alle Ehre machte, verging kaum ein Wochenende ohne spannende Starts in einer der zahlreichen norddeutschen Städte oder sogar auf der bekannten Ferieninsel Mallorca.

Die hochmotivierten Sportler des Celler Nordkreises scheuten keine Mühe, wieder einmal ihren Leistungsstand zu präsentieren. Das vielfältige und auch mal schweißtreibend harte Training des langjährigen und unglaublich erfahrenen MTV Coaches Andreas Ull, sollte jeden einzelnen Schützling an sein individuelles Ziel bringen. Von der „persönlichen Goldmedaille“ in Form der eigenen Bestzeit, über das erstmalige absolvieren einer herausfordernden Streckenlänge bis zum entspannten Genusslauf in fantastischer Atmosphäre, immerhin eine ziemliche Bandbreite.

 

Gleich zu Beginn des Herbstmonats starteten 3 MTV`ler in Hamburg, um sich mit knapp 5000 weiteren Sportlern bei einem Lauf über die sonst für Fußgänger gesperrte Köhlbrandbrücke zu messen. Die 12 km hatten es bei der Höhenentwicklung und den vorherrschenden Sturmböen besonders in sich. Glücklicherweise verebbte der Starkregen pünktlich mit Beginn der Veranstaltung, so dass ein Blick über das einmalige Panorama des Hamburger Hafens möglich war.

Rene Ewert nahm sich, als Vertreter des Ortes mit den vielen Umlauten, wie der Moderator bei der Überquerung der Zielgeraden feststellte, für das Sightseeing jedoch nur 53 min Zeit, während Tatjana Buhr und Arthur Brandt in 1:17:42 den gemeinsamen Lauf in der einzigartigen Atmosphäre genossen, denn dieses Vergnügen wird voraussichtlich nur bis zum Jahr 2030 möglich sein, dann soll die Brücke abgerissen werden.

 

Erheblich bessere Wetterbedingungen hatten die 6 Sportlerinnen und Sportler, die wenige Tage darauf in Bremen den Halbmarathon bewältigten. Bei Sonnenschein und morgendlichen 8°C begeisterten die zahlreichen Zuschauer entlang der Weser und motivierten zu persönlichen Höchstleistungen. Auch die Streckenhighlights, wie z. B. die Runde durch das Weserstadion beflügelten und trugen die Teilnehmer quasi ins Ziel. Alle MTV´ler konnten so ihre Bestleistungen toppen und selbst auf den letzten Kilometern „noch eins drauflegen“, so der glückliche Torsten Münchow. Peggy Götting berichtete begeistert:“ Ich habe mich top fit gefühlt, alles hat gestimmt.“ Vereinskamerad Siggi Wegel musste die zurzeit unglaublich starke Götting dann auch kurz vor dem Ziel gentlemanlike vorbeiziehen lassen. Die Ergebnisse der Müdener:

Torsten Münchow 1:24:18, Peggy Götting 1:32:55, Siggi Wegel 1:33:12, Tanja Groß 1:42:20, Sandra Lange und Laurent Gomez 1:53:57

 

Wenige Tage später, brach Peggy Götting, die die Strapazen des Halbmarathons in Bremen ohne Schwierigkeiten gemeistert hat, auf, um im Harz den Gebirgslauf auf derselben Distanz zu absolvieren. „Ein wenig auslaufen“, lacht sie und flitzt los. Das Gelände ist für Müdens Ausnahmeathletin eine willkommene Abwechslung und Herausforderung, die Steigungen und Gefälle bieten einen zusätzlichen Trainingseffekt für nachfolgende Wettkämpfe, der bunte Herbstwald bietet Entspannung und ist eine Wohltat für die Seele. Das Ergebnis, vierte ihrer Altersklasse, ist in dem bergig schotterigen Geläuf dann auch eine beachtliche Leistung.

 

In weiter Entfernung auf der Ferieninsel Mallorca steht zur gleichen Zeit Vereinskollegin Marina Gruel Dovner am Start, die kurz zuvor ganz überraschend auf Marion Suchy aus Adelheidsdorf traf. Die beiden Celler Sportlerinnen verabredeten sich, um gemeinsam den Halbmarathon auf der schönen Insel ohne Zeitdruck und mit viel Spaß zu meistern. Nach 2:14 Stunden und einer Fülle an positiven Eindrücken erreichten sie glücklich das Ziel.

 

Der am vergangenen Wochenende stattfindende Oldenburg Marathon zog noch einmal vier Müdener mit Wettkampflaune in seinen Bann. Heiner Groß, der mit Frau Tanja seine erste Halbmarathondistanz bestritt sowie Siegfried Ahrens und Rosi Klug die auf unzählige Laufkilometer zurückblicken kann. Für alle wurde es ein hartes aber unbeschreiblich schönes Lauferlebnis in der norddeutschen Stadt. Die Organisation war bestens und die Stimmung am Rande der Strecke unterstützte die Läufer in den schwierigen Phasen, Kraft – und Ausdauerreserven zu mobilisieren. Zufrieden und glücklich passierte Tanja Groß in 1:51:53, Siegfried Ahrens in 1:58:34, Rosi Klug in 2:05:26 und Heiner Groß in 2:08:44 die Ziellinie.

 

Eigentlich sollte der Oldenburg Marathon der letzte große Wettkampf im 2018-er Kalender der Müdener Laufsportler sein. Die Topergebnisse des goldenen Oktobers, das „gefühlte Edelmetall“ durch persönliche Bestzeiten oder das bewältigen von läuferischen Herausforderungen beflügeln den Einen oder die Andere Sportlerin vielleicht doch noch zu einem spannenden Wettkampf. Wir dürfen gespannt sein.    

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