Peggy Götting einsame Spitze

Müdens Athletin ist nicht zu (s)toppen

 

Es sollte ein harmloser Besuch in der Heimat sein und wurde ein Erfolgswochenende für Müdens Topathletin Peggy Götting. Einfach mal wieder die Familie besuchen und ganz nebenbei einen Halbmarathon laufen, so hatte sie es sich vorgestellt. Zum dritten Mal in Folge beim Elbdeichmarathon in Tangermünde durch das Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“ ein landschaftlich wunderschöner Lauf. Eigentlich, so gar nicht ihr Ding, das mit der Landschaft. Die Stadtläufe mit dem ganzen Trubel und der abwechslungsreichen Kulisse sagen ihr mehr zu. Aber es ist eben die Heimat und dann geht das schon mal, sagt sie mit einem zwinkern.

Auch das Wetter war nicht gerade einladend an diesem Morgen. Nur 4°C mit Nieselregen und entlang der Elbe richtig windig. Da überlegt man kurz, ob man wirklich läuft, beschreibt sie und schickt gleich hinterher, dass sie sich zum vergangenen Jahr noch einmal verbessern wollte.

Nach dem Start der 21 km Strecke lässt die routinierte und ehrgeizige Läuferin es zunächst ruhig angehen. Bis zum km 15 hat sie sich langsam an die führende Läuferin herangearbeitet. Etwa auf einer Strecke von 2 km bleibt sie an dieser Position, bis ihr das Tempo zu langsam wird. Sie hat noch Energie und ein gutes Gefühl für die verbleibenden km. Mit flinken Beinen zieht sie das Tempo an und an der führenden Läuferin vorbei. Der Abstand vergrößert sich stetig und mit einem riesigen Vorsprung von 1:01 Minuten vor Lokalmatadorin Doreen Gladis läuft Götting in 1:33:13 über die Ziellinie. Der Jubel ist groß. Zufrieden und überglücklich nimmt sie als Gesamtsiegerin ihre Urkunde bei der anschließenden Ehrung entgegen. Auch die Familie der sympathischen Ausnahmeathletin ist sichtlich stolz und feiert sie ausgiebig. Die frischgebackene Siegerin selbst, sagt ganz bescheiden nach ihrem Lauf, wirklich gut drauf gewesen zu sein. Sie habe noch nie bei einem Wettkampf aufgrund von Nässe und Wind so derart gefroren, aber aller guten Dinge sind eben drei und dieses Mal musste es einfach klappen.

 

Text: Rita Euhus

 

Foto: Götting

313 km auf der blauen Linie durch Hannover

17 Müdener Läuferinnen und Läufer souverän bei Hannover Marathon

 

Die blaue Linie – die Ideallinie der Marathonstrecke in Hannover hat am ersten Aprilwochenende wieder über 25.000 Sportler in unsere Landeshauptstadt gelockt.

 

Bei sonnigen 20 ° C  stand auch diesmal fest, es wird ein außergewöhnliches Wochenende. Schon traditionell ist diese große Laufveranstaltung im Kalender der Läuferinnen und Läufer des MTV Müden/Ö. verankert. Nach achtwöchiger schweißtreibender Vorbereitung mit Tempo, – Intervall, - Crescendo – und Langstreckenläufen durch die abwechslungsreiche Heide,- Wald- und Flurlandschaft,  stehen die 21 km des Halbmarathons bei den Müdenern auf der Beliebtheitsskala ganz oben.

Allein 13 Sportlerinnen und Sportler nahmen die Herausforderung an und starteten am Sonntagvormittag auf dem Kurs durch die belebte und feiernde Stadt.

Weitere 4 Läuferinnen und Läufer genossen die einzigartige Atmosphäre auf der 10 km Strecke. Von grillenden Junggesellen über frühstückende Nachbarn auf dem roten Familiensofa bis hin zu Musikgruppen, die am Straßenrand für Stimmung sorgten. All dies und noch viel mehr, gab es laufend zu entdecken und nicht immer stand bei der Teilnahme das ehrgeizige erreichen der persönlichen Bestzeit im Vordergrund.

 

Hannovers Marathon ist einfach ein Erlebnis der besonderen Art.

 

Die Halbmarathonis mit ihren Finisherzeiten im einzelnen:

Siegfried Ahrens, 1:58:09; Kirsten Blümcke, 2:07:29; Rita Euhus, 2:05:25; Ernst Fürst, 1:41:18; Heiner Groß, 2:03:22; Tanja Groß, 1:45:34; Tina Jastremski, 2:16:48; Karin Kaiser, 1:52:14; Frank Labs, 1:35:12; Jenny Lemke, 1:54:28; Thomas Springwald, 1:55:51; Stephan Vollbrecht, 1:34:11; Siegfried Wegel, 1:36:47;

Die Ergebnisse der 10km Absolventen: Friederike Koch, 1:00:05; Ralf Müller, 55:06; Chris Pahl, 45:03; Francesca Sachse, 47:54;

 

Die Müdener erliefen gemeinsam an diesem Tag 313 km in 27:54:56 auf dem Asphalt durch Hannovers Straßen. Alle erreichten glücklich, zufrieden und ohne Blessuren die Ziellinie. Top Voraussetzungen für die beginnende Laufsaison. 

 

Text: Rita Euhus

 

Foto: Steffen Sachse

Müdens Läufer in Hannover, hinten - Frank Labs, Stephan Vollbrecht, von links - Christopher John, Kirsten Blümcke, Tanja Groß, Francesca Sachse, Jenny Lemke, Siegfried Wegel
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